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Zeichnung: die schmale Einfahrt in den Naturhafen von Port de Sóller, zwischen zwei Felsnasen öffnet sich die Bucht zum offenen Meer
Das Tal

Ein Tal, das sich zum Meer öffnet

Das Tal von Sóller liegt wie eine Schale in der Serra de Tramuntana, ringsum von Bergen geschlossen. Nur an einer Stelle bricht der Kranz auf, und genau dort liegt der Hafen: ein fast kreisrundes Becken mit einer schmalen Einfahrt zwischen zwei Felsnasen, so geschützt, dass die Boote auch bei Nordwind ruhig im Wasser stehen. Nach hinten steigt der Talboden in Terrassen an, zuerst die Orangenhaine, dann die Olivenbäume auf ihren Trockenmauern, darüber nur noch Fels und Kiefer. Am Ende steht der Puig Major, mit 1.445 Metern der höchste Berg Mallorcas. Von der Plaça in der Altstadt bis zum Sand am Wasser sind es keine fünf Kilometer, und die historische Straßenbahn braucht dafür eine knappe Viertelstunde.

Diese kurzen Wege sind der eigentliche Luxus. Sie können vormittags in einer Schlucht über mittelalterliche Steinstufen aufsteigen, mittags in einem Café an der Plaça sitzen und nachmittags im Meer sein, ohne dass der Tag dabei zur Etappenjagd wird. Die Serra de Tramuntana gehört seit 2011 zum Welterbe der UNESCO, und wer ein paar Tage bleibt, versteht schnell, warum die Auszeichnung der Kulturlandschaft gilt und nicht nur den Gipfeln: Die Terrassen und Trockenmauern, die das ganze Tal überziehen, sind über Jahrhunderte von Hand gesetzt und werden bis heute instand gehalten.

Meer

Der Hafen und das, was dahinter liegt

Port de Sóller hat zwei Strände, den längeren Platja d'en Repic und den kleineren am Ortskern, beide mit flachem Einstieg und ruhigem Wasser. Auf der westlichen Felsnase steht der Leuchtturm Cap Gros. Der Weg dorthin ist kurz und am Ende steil, und der Blick zurück über die Bucht ist der, den Sie später zu Hause allen zeigen werden. Rund um das Becken ziehen sich Cafés und Terrassen bis ans Wasser, und abends kommt die Straßenbahn im Schritttempo mitten zwischen den Tischen hindurch.

Was hinter dieser Bucht beginnt, gibt es auf Mallorca sonst nirgends mehr: die einzige Küste der Insel, die nie zugebaut wurde, geschützt als Teil des UNESCO-Welterbes Serra de Tramuntana. Keine Promenade, keine Hotelzeile, nur Felswände, Kiefern und Buchten ohne Straße. Wer sie sehen will, nimmt eines der Ausflugsboote nach Sa Calobra: siebeneinhalb Seemeilen nach Norden, gut eine Stunde Fahrt an Wänden entlang, die man vom Land aus nie zu sehen bekommt. Am Ziel öffnet sich der Torrent de Pareis, eine Schlucht, die in einer schmalen Kiesbucht ins Meer mündet. Unterwegs passiert das Boot Cala Tuent und Sa Costera, zwei Buchten, an die keine Straße führt. Zurück ist man am späten Nachmittag, rechtzeitig zum Schwimmen vor dem Abendessen.

Der Naturhafen von Port de Sóller
Der Film

Zwanzig Sekunden Tal

Orangen, der Zug, die Kirche, das Fest im Mai und die Bucht. Er läuft ohne Ton, Sie müssen nichts anklicken.

Die historische Straßenbahn auf der Promenade von Port de Sóller
Die Geschichte

Vierhundert Jahre hinter einem Berg

Bis 1997 führte aus diesem Tal genau eine brauchbare Straße heraus, über einen Pass mit achtundfünfzig Kehren. Das erklärt fast alles, was Sie hier sehen: warum ein Bergstädtchen Jugendstilfassaden hat, warum die Kaufleute sich ihre Eisenbahn selbst bezahlten, und warum die Sóllerics an einem Morgen im Mai 1561 ganz allein waren, als dreiundzwanzig Galeeren in genau diese Bucht einliefen. Wie das ausging, feiert der Ort bis heute jedes Jahr im Mai.

Die Geschichte des Tals
Rennräder an einer Trockenmauer über dem Tal
Die Serra

Zu Fuß und auf zwei Rädern

Hinter der Stadt beginnt die Serra de Tramuntana, und man steht schneller mittendrin, als man denkt. Der bekannteste Weg ist der Barranc de Biniaraix, eine Schlucht, durch die eine gepflasterte Treppe nach oben führt, im Mittelalter als Pilgerweg zum Kloster Lluc angelegt und heute Teil des Fernwanderwegs GR 221, der Ruta de Pedra en Sec. Wer nur ein paar Stunden hat, geht die Runde über Biniaraix und Fornalutx, das als eines der schönsten Dörfer Spaniens gilt und tatsächlich so aussieht. Kürzer und ebenso lohnend ist der Abstieg vom Leuchtturm Cap Gros durch alte Olivenbäume hinunter an den Strand.

Unter Rennradfahrern ist das Tal seit Jahrzehnten eine Adresse. Der Coll de Sóller auf 497 Metern ist der Klassiker, und seit der Tunnel den Durchgangsverkehr aufgenommen hat, gehört die alte Passstraße mit ihren Kehren praktisch den Rädern allein. Die Runde über Deià und Valldemossa und zurück misst gut fünfzig Kilometer, fast durchgehend mit dem Meer im Blick. Frühjahr und Herbst sind dafür die besseren Jahreszeiten, weil im Hochsommer die Anstiege in der Mittagshitze keine Freude machen.

Draußen

Zwischen Fels und Wasser, das ganze Jahr

Weil die Berge direkt hinter der Stadt beginnen und das Meer keine fünf Kilometer davor liegt, lässt sich hier an einem Tag verbinden, wofür man anderswo zweimal umziehen müsste. Und weil die Winter mild bleiben, ist vieles davon gerade dann am schönsten, wenn es im Hochsommer zu heiß dafür wäre.

Am Berg

  • Wandern auf dem GR 221, der Ruta de Pedra en Sec, mit Etappen für einen Nachmittag und für eine ganze Woche
  • Der Aufstieg zum Puig de l'Ofre, der Klassiker über dem Tal
  • Canyoning in den Schluchten der Tramuntana, mit Springen, Rutschen und Schwimmen
  • Klettern und Bouldern an den Wänden ringsum, geführt und für jedes Können
  • Mountainbike auf Forstwegen und Trails, dazu die Passstraßen für Rennräder
  • Trailrunning auf denselben Wegen, am schönsten im Frühjahr und Herbst

Am Wasser

  • Seekajak entlang der Küste, zu Buchten, die keine Straße erreicht
  • Stand-up-Paddling in der geschützten Bucht, auch für den ersten Versuch
  • Schnorcheln und Tauchen an den Felsnasen links und rechts der Einfahrt
  • Segeln und Bootsausflüge, etwa nach Sa Calobra oder Cala Tuent
  • Angeln vom Boot, dort wo die Fischer des Hafens hinausfahren
  • Schwimmen an zwei Sandstränden mit flachem Einstieg

Was gerade angeboten wird, zu welcher Jahreszeit es sich am meisten lohnt und wen man dafür anruft, weiß Paula. Auf Wunsch reserviert sie es gleich für Sie.

Unser Concierge-Service
Essen und Trinken

Was hier wächst, bleibt meistens hier

Das Tal bringt drei Dinge hervor, die man probiert haben sollte. Die Ölmühle Ca'n Det in der Altstadt presst Oliven seit 1561 und verkauft ihr Öl im eigenen Haus, gleich neben der Presse. Bei Sa Fàbrica de Gelats an der Plaça des Mercat gibt es seit 1994 Eis aus Früchten des Tals, und vor dem Orangensorbet steht im Sommer regelmäßig eine kleine Schlange. Und die Orangen selbst bekommen Sie samstags auf dem Markt von denen, die sie geerntet haben.

Wenn Sie einmal richtig essen gehen möchten, ist Ca'n Boqueta die verlässliche Antwort. Das Haus arbeitet mit wechselnden Menüs statt mit langer Karte und steht im Guide Michelin 2026 mit einem Bib Gourmand, der Auszeichnung für gute Küche zu vernünftigem Preis. Alles Weitere, die kleinen Lokale ohne Schild und die Frage, wo man am Sonntagabend noch einen Tisch bekommt, erfahren Sie am besten von Paula. Solches Wissen veraltet zu schnell, um es auf eine Website zu schreiben.

Unser Concierge-Service
Gedeckter Tisch auf einer Terrasse über dem Tal
Veranda mit Blick in das Tal von Sóller
Und dann?

Das meiste davon liegt vor der Haustür

Alle unsere Wohnungen und Häuser stehen in diesem Tal, in der Altstadt, am Hafen oder ein Stück außerhalb zwischen den Hainen. Was auf dieser Seite steht, erreichen Sie von dort zu Fuß, mit der Straßenbahn oder in wenigen Minuten mit dem Auto. Geben Sie Ihren Wunschzeitraum ein, dann sehen Sie, was in diesen Tagen frei ist.

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